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Buchstabe D: Direktionen und die Zukunft vorhersagen


Direktionen für Vorhersagen, Dekane und Dendera





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Direktionen und die Zukunft vorhersagen


Direktionen sind eine wichtige klassische Technik, um die Zukunft vorhersagen zu können, z.B. als Jahreshoroskop. Jahreshoroskope sagen aber nichts darüber aus, auf welcher Technik ihre Ergebnisse basieren. Jahreshoroskope können also auf Direktionen beruhen, aber es gibt etliche weitere Techniken für astrologische Vorhersagen, z.B. Transite, Solar, Lunar, Auslösungen nach der Münchner Rhythmenlehre u.a.m.

Dem Astrologen stehen für seine Vorhersagen zur Zukunft folgende Direktionen zur Verfügung: Primär-, Sekundär- und Tertiärdirektionen. Wie gut sind Direktionen im Vergleich zu den anderen Methoden? Grundsätzlich sind sie genauso bewährt und etabliert für astrologische Vorhersagen zur Zukunft bzw. Jahreshoroskope wie die anderen. Allerdings waren sie früher beliebter als heute und jüngere Astrologen greifen offenbar tendentiell eher nicht mehr so oft zu den klassischen Direktionen.

Die Planeten und andere Elemente in der Horoskopzeichnung haben alle eine bestimmte Position. Neptun könnte z.B. auf 10 Grad Fische stehen. Bei den Direktionen werden die Planeten nach einem bestimmten Schlüssel verschoben, z.B. pro Jahr um 1 Grad. Dieser Direktionsschlüssel bezieht sich je nach Art der Direktion entweder auf die tägliche Umdrehung der Erde, den jährlichen Sonnenlauf oder den Mondumlauf. Die Astrologen streiten darum, welche dieser Varianten nun für Jahreshoroskope bzw. generell astrologische Vorhersagen am besten sei. Entscheidender für korrekte Jahreshoroskope sind die generellen Fähigkeiten des Astrologen, seine Erfahrung und Intuition.


Direktionen – unsicheres Jahreshoroskop?


Die Frage nach der besten Technik ist auch insofern überflüssig bzw. falsch gestellt, als zutreffende Vorhersagen mehr als nur eine Methode benötigen. Soll z.B. ein Jahreshoroskop die Zukunft korrekt ermitteln, so braucht es immer mehrere gemeinsam. Ein Jahreshoroskop, das in die Zukunft blickend nur Transite, Sekundär-Direktionen oder das Solar einsetzt, kann die Zukunft nur zufällig korrekt erraten. Dass die astrologische Vorhersage sowohl von Hobby- als auch Profi-Astrologen so häufig nicht eintrifft, hat sehr häufig in Solo-Strategien eine von mehreren Ursachen.

Astrologie ist generell nicht einfach. Astrologische Vorhersagen bzw. Jahreshoroskope bilden davon keine Ausnahme. Eine Zukunftsvorhersage stimmt manchmal nicht, weil der Astrologe bei der eigentlich nötigen, komplexen „Mehr-Methoden-Strategie“ das Gesamtbild verliert. Häufiger jedoch wurzeln falsche Prophezeiungen darin, dass der Astrologe von vorneherein nur eine Methode anwendet und z.B. lediglich ein Solar macht.

Nicht eintreffende Vorhersagen haben noch eine zweite Ursache, nämlich die relativ breit angelegte Bedeutung der astrologischen Symbole. Wenn also z.B. ein Jahreshoroskop angesichts eines betonten Neptun von zukünftig mehr Interesse für Spiritualität und Traumdeutung spricht, dann sind mit Spiritualität und Traumdeutung bei weitem nicht alle Neptun-Bedeutungen abgedeckt.

Ebenso gut könnte der Betreffende in nächster Zeit stärkeres Interesse für z.B. Musik entwickeln. Neptun steht nämlich neben Spiritualität und Traumdeutung außerdem für musische Fähigkeiten. Doch spirituelle Interessen, Musik und Traumdeutung sind immer noch lange nicht alles, was zu Neptun gehört.

Neptun umfasst noch etliche weitere Bedeutungen, z.B. soziales Helfen und Einfühlsamkeit sowie alle seelischen Beziehungen, die jenseits der üblichen Romantikliebe zwischen Mann und Frau, gutem Aussehen und Sex liegen. Jede Form der höheren Liebe, Nächstenliebe oder auch besondere Seelenpartner, weil sie tief seelenverwandt mit einem selbst sind und äußerlich vielleicht gar nicht attraktiv. Jahreshoroskope können nie exakt und eindeutig sein, die Symbole erlauben einfach zu viele Varianten.


Dendera


Der Tierkreis von Dendera ist eine der ersten Darstellungen eines Tierkreises, die archäologisch bekannt sind. Sein geschätztes Alter beträgt cirka 2000 Jahre. Dendera ist ein Ort bzw. Tempel in Oberägypten, wo man die Tierkreisdarstellung fand.


Dekane (Dekanate) der Sternzeichen


Die vor allem über die Sternzeichen und deren Eigenschaften bekannten zwölf Tierkreiszeichen (Krebs, Löwe, Fische ect.) bestehen aus jeweils 30 Grad. Jedes Sternzeichen bzw. Tierkreiszeichen lässt sich nun in drei 10-Grad-Abschnitte unterteilen. Ein solcher 10-Grad-Abschnitt nennt sich Dekan. Das erste Fische-Dekan geht daher von Null bis zehn Grad Fische.

Jedes Dekan wird von einem bestimmten Planeten beherrscht bzw. diesem zugeordnet. Der Planet gibt dem Tierkreiszeichen eine seinem Wesen entsprechende Prägung. Auf diese Weise erhält jedes Tierkreiszeichen eine Feingliederung. Praktische Bedeutung haben Dekane heute so gut wie keine mehr, am ehesten noch in der ziemlich sinnlosen, rein auf Sternzeichen bezogenen Pseudo-Astrologie in Boulevard-Blättern und Zeitschriften.


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Copyright©2008, letzte Änderung 01/2016

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