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„W“ wie Wasser, Astro-Begriffe


Wiedergeburt, Wasser als Symbol in Traumdeutung und Astro-Element, Willensfreiheit





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Wasser, in Traumdeutung und Sterndeutung


Wasser ist eines der vier Elemente in der westlichen Sterndeutung, neben Feuer, Erde und Luft. Es spielt aber auch als Traumsymbol in der Traumdeutung eine große Rolle und erstaunlicherweise ähnelt die astrologische Bedeutung des Wassers in weiten Teilen der Traumsymbolik, siehe dazu bei Traumdeutung Wasser. Solche Entsprechungen zwischen Sterndeutung und Traumdeutung, also zwischen Traumsymbolen und astrologischen Symbolen existieren eigentlich immer!

Ist diese Möglichket, Symbole aus beiden Bereichen einander zuzuordnen erstaunlich? Eigentlich nicht, denn erstens sind Astrologie und Traumdeutung beides Symbolsprachen, beide deuten Symbole. Und zweitens entspricht dieses Spiel mit Zuordnungen exakt dem sogenannten Analogiegesetz aus der Esoterik, auf dem die gesamte Astrologie basiert.

Es wäre so gesehen durchaus naheliegend, zwei Symbol-Methoden einander ergänzend anzuwenden. Wer also z.B. ein Experte für Traumsymbole und Traumdeutung ist, täte sich dann leichter beim Erlernen der astrologischen Symbolik. Mit anderen Worten, die Kompetenz zur Deutung und Bedeutung der Traumsymbole hilft automatisch beim Verstehen und Deuten der Astro-Symbole. Umgekehrt genauso.


Astrologische Bedeutung und Traumdeutung vom Wasser


Nun zur konkreten Bedeutung bzw. Deutung des Wassers, in der Astrologie und zum Vergleich in der Traumdeutung. Das Traumsymbol Wasser steht für Hingabe und Gefühle. Seine Bedeutung liegt in der Fähigkeit zu empfinden, sich bewegen und anrühren, prägen und formen zu lassen. In diesem Sinne kennt die Traumdeutung Wasser als Symbol für das "Bauchgefühl". Größere Wassermengen, z.B. als Fluss, See, Brunnen oder Schwimmbecken symbolisieren häufig die gesamte Psyche bzw. Unterbewusstsein des Träumenden. In anderen Zusammenhängen erkennen Traumdeuter im Wasser etwas Reinigendes als richtige Deutung.

Ganz ähnlich deuten Astrologen wasserbetonte Menschen als weich und gefühlsbetont, eher passiv-aufnehmend, sensitiv und hingabefähig. Sie brauchen oft Partner, die Ihnen Halt geben, Sicherheit und Struktur. Krebs, Fische und Skorpion sind die astrologischen Wasserzeichen.

Analog zum Wasser funktioniert es mit anderen Symbolen, z.B. der Schlange. Die Traumdeutung zur Schlange kennt diese als ein Symbol für Transformation und Verwandlung, Tod und Wiedergeburt, manchmal auch Heilung (Asklepios-Stab der Medizin!). Schlangen können aber auch sexuelle Instinkte bedeuten. Im positiven Sinne trägt das Traumsymbol Schlange potentiell die aufsteigende Kundalini in sich. Ihre Deutung umfasst außerdem Macht und Magie. In der Astrologie gehören diese Bedeutungen zu Pluto (bzw. dem Skorpion). Er steht hier für Transformation, Macht usw.


Wiedergeburt, Reinkarnation und Karma


Reinkarnation und Wiedergeburt sowie Seelenwanderung bezeichnen das Gleiche. Diese Begriffe wiederum sind eng verknüpft mit Karma. Reinkarnation bzw. Wiedergeburt besagt, dass es nicht nur ein menschliches Leben gibt, das mit dem Tod unwiderruflich und endgültig endet. Unsere unsterbliche Seele sucht sich immer wieder ein neues Leben aus, sie kommt in einem neuen Körper zurück.

Der alte Körper ist tot, sicher, aber wir bestehen nicht nur aus unserem Körper. Jeder Mensch ist dreierlei in einem: Körper, Geist und Seele und die Seele bewohnt dann einen anderen Körper. Wie oft und wie lange werden wir wiedergeboren? Solange, bis die Seele alle möglichen und für sie nötigen Erfahrungen und Entwicklungen des menschlichen Lebens gemacht hat.

Wiedergeburt besagt, dass es mit dem Tod nicht vorbei ist, sondern weiter geht. Er ist ein Übergang, eine Verwandlung, wie z.B. auch in der Traumdeutung, siehe Traumdeutung Tod. Menschen und Tiere sowie der Träumer selbst sterben im Traum, aber sie erleben stets eine Auferstehung bzw. "Wiedergeburt": Spätestens im nächsten Traum zum gleichen Thema geht es in veränderter Form weiter. Der Tod bereitet den Weg zu neuem Leben und gerade die Traumdeutung macht dies als eine allgegenwärtige Wahrheit bewusst. Mit dem körperlichen Sterben in der Realität verhält es sich ähnlich und das nennen wir dann Reinkarnation.

Das Thema ist sowohl esoterischer als auch religiöser Natur und bezüglich Karma auch für die Astrologie relevant. In manchen Religionen ist Wiedergeburt Teil der Lehre, z.B. im Hinduismus und Buddhismus. Interessanterweise hat die christliche Kirche den Gedanken der Wiedergeburt nicht immer abgelehnt, erst im 5. Jahrhundert wurden aus kirchenpolitischen Gründen alle entsprechenden Stellen aus der Bibel gestrichen. Alle bis auf eine Stelle, in der die Jünger Jesus nach Johannes dem Täufer fragen und die Antwort auf den wiedergeborenen Elias deutet.

In der Astrologie ist ein Karmahoroskop ohne Wiedergeburt kaum denkbar. Streng genommen kann unabhängig von Reinkarnation auch innerhalb nur eines Lebens Karma aufgebaut und wirksam werden, doch üblicherweise sind Konsequenzen und Wirkungen aus früheren Leben gemeint. Karma repräsentiert das Gesetz von Ursache und Wirkung, aber auch das Gesetz des Ausgleiches, der Ergänzung und Vervollständigung. Letzteres deshalb, weil uns Karma immer mit der "anderen Seite", dem "Fehlenden" konfrontiert, so dass wir ganz werden können.


Willensfreiheit versus Schicksal


Ein oft hitzig debattiertes und zugleich unverstandenes Thema: Willensfreiheit contra Schicksal. Meist taucht die Frage bei astrologischen Vorhersagen wie dem Jahreshoroskop auf, manchmal im Zusammenhang mit Karma. In der Tat eine gewichtige Frage: Inwieweit sind wir einem vorbestimmten Schicksal ausgeliefert oder haben unsere Zukunft selbst in der Hand?

Die Wahrheit und wohl beste Antwort liegt in einem "sowohl als auch". Die karmischen Konstellationen und die der astrologischen Vorhersagen bzw. Jahreshoroskope zeigen einen verbindlichen Rahmen = Schicksal. Wie genau wir diesen ausfüllen, obliegt aber auch unserer Willensfreiheit.



Linktipps aus dem Web:

  • Der Islam deutet das Wasser recht fragwürdig. Die prophetischen Schwarz-Weiß-Malereien klingen wenig seriös. Oder liegt die im Vergleich zum westlichen Abendland so unterschiedliche Deutung nur an den kulturellen Unterschieden?

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Copyright©2008, letzte Änderung 01/2016

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