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Buchstabe R wie Reinkarnation


Rückläufigkeit, Reinkarnation (Wiedergeburt) und das Radix





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Reinkarnation – Wiedergeburt


Reinkarnation kommt aus dem Lateinischen und heißt wörtlich so viel wie "ins Fleisch gehen". Das trifft die Bedeutung recht gut, denn die Seele wird geboren in einem menschlichen Körper. Gebräuchliche Begriffe sind neben Reinkarnation Wiedergeburt und Seelenwanderung. Diese drei meinen ziemlich genau dasselbe. Wir verlassen beim Sterben den Körper, unsere Seele wird aber nach einer gewissen Zwischenphase erneut als Mensch geboren. Wiedergeburt hat keine auf Karma bzw. Karmahoroskope beschränkte Bedeutung, sondern gehört fest zum Glauben vieler Religionen.

Insbesondere im Buddhismus und Hinduismus ist der Glaube an Reinkarnation ein fester Bestandteil und damit verknüpft auch der Glaube an Karma. Denn wann, wo und unter welchen Umständen die jeweilige Wiedergeburt erfolgt, bestimmt das Karma. Es besteht aus den emotionalen und körperlichen Bindungen und Energien, die wir in den früheren Leben erschaffen haben und die sich im menschlichen Leben erneut ausdrücken wollen und müssen.

Grundsätzlich muss kein Astrologe an Seelenwanderung glauben, es sei denn, er bietet Karmahoroskope an. Karma ohne frühere Leben, das macht wenig Sinn, obwohl wir natürlich auch im aktuellen Leben karmische Bindungen erschaffen. Das alles gehört in den Bereich der Spiritualität, zumindest im weitesten Sinn. Gerade psychologische Astrologen müssen nicht ausgesprochene Anhänger der Spiritualität oder Esoterik sein. Wobei die Funktionsweise der Astrologie mit dem hermetischen Gesetz "Wie oben, so Unten" auf spirituell-esoterischen Wurzeln ruht.


Karmahoroskope


Das Karmahoroskop beschäftigt sich mit Karma und Reinkarnation. Neben der oben angedeuteten Bindung definiert sich Karma als das Gesetz von Ursache und Wirkung. Karmahoroskope zeigen unter anderem, wo und wie dieses lebensübergreifende Gesetz im jetzigen Leben wirkt. Darüber hinaus können sie z.B. den Sinn von Leiden erklären und akzeptabler gestalten: Jedes Leid birgt einen Entwicklungszweck, hilft uns in gewisser Weise, obwohl schmerzhaft. Karmische Wirkungen sind keineswegs nur schlecht.

Das Geburtshoroskop wird auf Geburtszeit und Geburtsort erstellt und darin ist die gesamte Persönlichkeit, Eltern und in gewisser Weise das Schicksal abgebildet. Doch warum wird man mit genau diesem Geburtshoroskop geboren? Zu einer bestimmten Zeit ausgerechnet an jenem Ort, mit diesen Eltern und den gegebenen Lebensumständen, womit schon vieles vorbestimmt ist? Karma und Reinkarnation wäre eine gute Antwort …

Ohne diese Erklärung wird Astrologie an diesem Punkt für manche unverständlich und unglaubwürdig. Und Geburtshoroskope sind der Schlüssel der Human-Astrologie. Letztlich macht das jedes Geburtshoroskop zu einem Karmahoroskop im weitesten Sinn.

Die Alternative wäre der Glaube an ein vom Zufall regiertes Universum und an ein Leben ohne göttliche Gerechtigkeit und sinnvolle Lebensgesetze. Unter den Astrologen, spirituellen und esoterischen Menschen sehen das wohl nicht viele so.


Rückläufigkeit


Mit Rückläufigkeit ist die Bewegung der Planeten gemeint. Tatsächlich bewegen sich diese immer nur vorwärts, also rechtläufig und dementsprechend auch im Horoskop nur in einer Richtung durch den Tierkreis. Gelegentlich sieht es aber aus unserer Erd-Perspektive so aus, als ob Planeten rückwärts liefen, nämlich dann, wenn sie von einem schnelleren überholt werden.

Da die Astrologie geozentrisch arbeitet, also insgesamt die Erd-Perspektive einnimmt, beachtet sie auch die geozentrische Rückläufigkeit. Rückläufige Planeten sind mit einem kleinen"r" in der Horoskopzeichnung und in den Ephemeriden markiert.

Rückläufigkeit ist einer von mehreren Faktoren, die für Karmahoroskope einfließen, ist also Ausdruck von Karma. Unter den verschiedenen karmischen Indikatoren nehmen rückläufige Planeten aber keine besonders wichtige Rolle ein. Langsamläufer wie Pluto bewegen sich sehr häufig rückläufig, daher messen Astrologen diesem Faktor keine große Bedeutung zu.


Radix – „wurzelhafte“ Geburtshoroskope


Radix, so nennen Astrologen Geburtshoroskope. Der lateinische Fachbegriff heißt übersetzt „Wurzel“. Geburtshoroskope sind tatsächlich in vielerlei Hinsicht wie eine Wurzel. Sie stehen am Anfang des Lebens, denn der Astrologe erstellt ein Radix auf den genauen Geburtsmoment. Sie bilden die Grundlage für fast alle astrologischen Deutungen innerhalb der Human-Astrologie.

Sie zeigen die Persönlichkeit, das Wesen, das gesamte "wer bin ich" und die Lebensaufgabe. Das Geburtshoroskop bzw. Radix ist der Ausgangssame, aus dem sich das weitere individuelle Leben des Horoskopeigners entwickelt. Das Radix gibt daher einen lebenlangen Rahmen vor.



Linktipps aus dem Web:

  • Fachartikel über den realen Fall einer Reinkarnation, astrologisch untersucht in beiden Geburtshoroskopen.
  • Einige bewiesene Fälle von Reinkarnation.
  • Umfangreicher, erhellender Beitrag zur Reinkarnation im Christentum auf www.theologe.de.
  • Kein Scherz: Die Chinesische Regierung besteht auf einer weiteren Reinkarnation des Dalai Lama, so berichtet der Spiegel.

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Copyright©2008, letzte Änderung 01/2016

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