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Buchst. P wie Psychosomatik, astrologische Begriffe


Psychosomatisch bedingte Beschwerden, Paracelsus und Planeten





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Psychosomatik und Astrologie


Im Zusammenhang mit Psychosomatik denkt kaum jemand an Astrologie. Allerdings gibt es ein Teilgebiet in der Astrologie, das sich speziell der Gesundheit widmet, nämlich die Astromedizin. Und ein großer Teil der Astromediziner wiederum betrachtet die Psyche als Hauptverursacher körperlicher Symptome. Genau das definiert Psychosomatik, also psychosomatisch bedingte Symptome.

Was bedeutet „psychosomatisch“ folglich? Es bedeutet, dass körperliche Symptome vorliegen, deren eigentliche Ursache im Seelischen liegt, in der Psyche zu finden ist. So könnten z.B. unbewusste Ängste körperliche Beschwerden verursachen. Im Erkennen und Umsetzen der tieferen, geistig-seelischen Entwicklungsaufgabe hinter der Krankheit liegt der Schlüssel zur Heilung. An diesem Punkt kann ein Astromediziner eine langfristige Heilung einleiten helfen.

Auf einer anderen Website beschreibe ich das Modell der ganzheitlichen Psychosomatik recht ausführlich: www.freieseelen.de. Die Seite erläutert z.B., warum die psychische Ursache so wichtig ist und eigentlich jede Krankheit psychosomatisch ist, zumindest mitbedingt.

Die psychosomatische Astromedizin unterscheidet sich von der Schulmedizin und derem engen Verständnis von psychosomatischer Krankheit. Die Astromedizin unterscheidet sich aber auch von anderen Therapien der Alternativmedizin. Häufig räumen diese nämlich der Psyche einen ebenso geringen Platz ein wie die Schulmedizin. Oft vertreten sie eine ähnliche Grundphilosophie von Krankheit wie die Schulmedizin, nur andere Mittel und Methoden einsetzend.

Der Hauptunterschied der psychosomatischen Astromedizin zu anderen Therapien liegt in ihrer konsequenten, umfassenden Ganzheitlichkeit. Sie ist wirklich eine ganzheitliche Medizin, in vielerlei Hinsicht, während andere Therapiemethoden nur beschränkt das "Ganze" sehen. Eine wirklich ganzheitliche Medizin muss m.E. immer die Psyche integrieren und die individuellen, tieferen Ursachen nicht nur erkennen, sondern sie „verwandeln“ – anstatt sie zu bekämpfen.

Eine medizinische ganzheitliche Grundphilosophie sieht den Menschen als dreiteiliges Wesen, bestehend aus Körper Geist und Seele. Diese drei sind untrennbar und wechselseitig miteinander verbunden. Nicht nur psychosomatische Beschwerden, sondern jedes Geschehen hat daher immer drei parallele Facetten. Die Dreiteilung aus Körper, Geist und Seele ist eine uralte Erkenntnis, doch selbst heute sucht die Medizin nicht ganzheitlich nach Krankheitsursachen in allen drei Bereichen.


Psychosomatisch bedingte Beschwerden – Beispiel


Die Frage was bedeutet psychosomatisch und was kann die Astrologie bei entsprechenden Beschwerden tun, mag jetzt klarer sein. Doch ein konkretes Beispiel aus der Praxis ist immer hilfreich.

Eine junge Frau hat ohne erkennbare körperliche Ursache Schmerzen, also psychosomatisch bedingte Beschwerden. Nehmen wir weiter an, das Horoskop zeige diese Schmerzen als schwierige Uranus/Venus-Opposition. Die Venus steht u.a. für Liebe und Partnerschaft. Wie kann ein Astromediziner nun helfen? Nach dem ersten Schritt der Ermittlung der zuständigen Konstellation geht es nun darum, an dieser die eigentliche, psychische Ursache zu erkennen. Welche im Moment noch ungelöste und unbewusste Entwicklungsaufgabe verbirgt sich darin?

Die Ratsuchende erzählt im Beratungsgespräch, ihr langjähriger Freund habe sich kürzlich überraschend von ihr getrennt. Sie liebt ihn zwar noch immer, habe sich aber schnell damit abgefunden. Der Astrologe erkennt, ihre psychosomatischen Beschwerden bringen einen unbewussten Trennungsschmerz zum Ausdruck. Im körperlichen Schmerz manifestiert sich ein unbewusster, nicht gefühlter innerer Schmerz wegen der verlorenen Liebe. Uranus/Venus symbolisiert in ihrem Horoskop Liebe und Partnerschaft und ein eigenes Liebeshoroskop könnte das ganze Thema ggf. bestätigen und weiter erhellen.

Im letzten Schritt suchen beide gemeinsam nach Wegen, wie dieser Schmerz bewusster gemacht, sprich gespürt werden kann. Der Astrologe schlägt Wege vor, wie die in der Konstellation liegende Entwicklungsaufgabe nach "partnerschaftlicher Freiheit, sich trennen und allein sein können" angegangen werden könnte. Der körperlich-unbewusste Schmerz im Sinne der Psychosomatik wird auf diese Weise geheilt. Mit der veränderten Psyche und erlangten Bewusstheit verbessert sich parallel die Krankheit.

Der letzte Schritt mit konkreten Umsetzungsvorschlägen profitiert jenseits von Fachkompetenz zur Psychosomatik vor allem von praktischer Erfahrung des Astrologen mit kranken Menschen. Es braucht außerdem ein wenig Kreativität und Einfühlungsvermögen in die Welt des Klienten.


Psychosomatisches Karma?


Krankheit erzeugende psychische Muster lassen sich nicht von heute auf morgen umprägen. Schwere Krankheiten haben evtl. mit Karma zu tun. Viele schleppen diese Muster dann nicht nur viele Jahre, sondern bereits viele Leben mit sich rum. Psychosomatische Gefühls- und Denkmuster, die der Kranke intensiv und sehr lange Zeit gelebt und gefestigt hat, kann er nicht in ein paar Wochen transformieren.

Wer sich mit der Philosophie von Karma und Karmahoroskop anfreundet, akzeptiert die meist längere Heilungsdauer leichter. Ein zusätzliches eigenes Karmahoroskop könnte ebenfalls helfen. In diesem Sinne gibt es psychosomatisches Karma.

Der häufig eingeschlagene alternative Weg, jahrelang von einem "normalen" Arzt zum nächsten zu laufen, empfiehlt sich nicht. Auf diesem Weg vergeht ebenfalls sehr viel Zeit, aber in der Regel ohne Behebung der eigentlichen, tieferen Ursachen.


Paracelsus


Paracelsus hieß eigentlich Philippus Theophrastus Bombastus von Hohenheim. Er gilt als einer der Mitbegründer der Naturheilkunde, da sein zentrales Anliegen der Anregung der Selbstheilungskräfte galt, gemäß dem Motto "Die Natur heilt, der Arzt hilft ihr dabei". Ein fähiger Arzt sollte nach seiner Auffassung auch Astrologe sein. Er war der Astromedizin also durchaus gewogen, für einen heutigen Arzt wäre das ungewöhnlich.

Psychosomatik war Teil seiner Lehren. Als Verfechter einer "leiblich-seelischen Therapie" stieß der in der Schweiz geborene Paracelsus damals jedoch auf wenig Verständnis. Anfang des 16. Jahrhunderts war die Medizin für seine Erkenntnisse noch nicht reif.


Planeten


Die Astronomie unterscheidet Fixsterne und Wandelsterne bzw. Planeten. Fixsterne bleiben unverändert, zumindest für unsere beschränkte Wahrnehmung, denn in Wahrheit steht nichts im Universum still. Unsere Sonne ist ein Fixstern, die Plejaden, Orion und der große Bär, all das sind Fixsterne. Planeten hingegen sind sogenannte Wandelsterne, weil sie sich gut erkennbar bewegen, also "wandeln". Pluto, Neptun, Merkur, Jupiter usw., das alles sind Planeten. Obwohl astronomisch gesehen falsch, zählt der Astrologe auch Sonne und Mond zu den Planeten.

Die Planeten symbolisieren ihr jeweiliges Urprinzip auf aktiv-handelnde Weise. Haus Sieben z.B. ist das Haus der Partnersuche, Partnerschaft und Liebe. Es steht für Partnerschaft als Lebens- und Interessensgebiet. Die Fähigkeit, das tätige Bedürfnis und der Drang, aktiv auf Partnersuche zu gehen und Beziehungen einzugehen, gehört jedoch zur Venus, dem Partnerschaftsplaneten. Ein professionelles Partnerhoroskop würde aber nicht nur die Venus deuten, sondern ebenso das 7. Haus und die Waage als das Tierkreiszeichen für Partnerschaft. Darüber hinaus würde ein solches Partnerhoroskop die Mondknotenachse und den Herrscherplanten des 7. Hauses miteinbeziehen.



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Copyright©2008, letzte Änderung 01/2016

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