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Weitergehen zu Buchstabe T, zu den Themen Beratung per Telefon und Träume deuten, verglichen mit Horoskope deuten – Träume deuten. Schicksal und KarmahoroskopIn der ewigen Diskussion über Schicksal und freier Wille sind es drei Horoskope, die eine Rolle spielen: Das Jahreshoroskop, das Karmahoroskop und – vielleicht etwas überraschend – das Kinderhoroskop. Zunächst zum Karmahoroskop, das in diesen Fragen am wenigsten überraschende Horoskop. Da Karma landläufig als unvermeidbares negatives Schicksal definiert wird, liegt ein Karmahoroskop aus Sicht der Astrologie natürlich nahe. Beide Begriffe, Schicksal und Karma haben zwei Elemente gemeinsam, nämlich die Unvermeidlichkeit und das Unangenehme. So selbstverständlich, wie die meisten Astrologen und Karmahoroskope diese zwei Elemente unterstellen, ist das aber gar nicht. Von Astrologie und Karmahoroskope mal weggehend ist allgemein gesehen nur ein bestimmter Rahmen unvermeidlich, den das Karma bzw. Schicksal vorgibt. Innerhalb davon regiert dann aber der freie Wille. Der unangenehm-negative Charakter ist ebenfalls Ansichts- und Definitionssache. In den östlichen Religionen kennt man auch positives Karma, das durchaus negatives nach sich ziehen kann. Und kann es nicht auch positives Schicksal geben? Schließlich heißt Schicksal übersetzt das zum Wohl Geschickte. Schicksal – Jahreshoroskop, KinderhoroskopDa Schicksal in der Zukunft liegt, ist es evtl. auch Gegenstand der Prognose-Astrologie bzw. Jahreshoroskope. Würde der Astrologe die Zukunft als etwas fix Vorbestimmtes ansehen, wäre ein Jahreshoroskop im Prinzip ein Schicksalshoroskop. Zukunft und Jahreshoroskop – Weiterführendes bei Jahreshoroskop und Zukunft – können aber auch anders angewendet werden. Legt der Astrologe Wert auf eine lern- und entwicklungsorientierte Astrologie und Prognose, dann wäre sein Jahreshoroskop sogar das genaue Gegenteil. Am sinnvollsten und der Wahrheit am nächsten käme ein Jahreshoroskop, das die Gleichzeitigkeit von Schicksal und freiem Willen unterstellt und auf die Entwicklungs- und Veränderungsmöglichkeiten eingeht. Prognosen und Vorhersagen, die als reine Ereignisprognose gedacht sind, sind nicht unbedingt empfehlenswert, außer bei reinen Sachfragen. Das liegt unter anderem an der Gefahr der selbsterfüllenden Prophezeiung, die aber für allen Vorhersagen und Jahreshoroskope gilt, siehe unten. Im übrigen zeigen gerade astrologische Vorhersagen das Zusammenwirken von Schicksal und freiem Willen sehr anschaulich. Richtig verstanden zeigen sie, wie Schicksal und freier Wille ineinander greifend gleichzeitig wirksam sind: Welche Konstellationen und damit verbundene Themen auf einem zukommen, das steht unverrückbar fest. Das ist der Part, den das Schicksal übernimmt. Wie damit umgegangen wird, das ist jedoch nicht festgelegt und obliegt dem freien Willen. Dass neben Karmahoroskop und Jahreshoroskop auch das Kinderhoroskop mit dem Schicksal zu tun haben soll, mag etwas überraschen. Es läuft jedoch nicht selten genau darauf hinaus, wenn Eltern über ein Kinderhoroskop für den erst kürzlich geborenen Nachwuchs mehr erfahren wollen. Kinderhoroskope – siehe außerdem Kinderhoroskop, Kinderhoroskope – sollen verraten, "was mal aus ihm oder ihr wird" und "was ihm oder ihr alles bevorsteht". Das klingt doch sehr nach fester Zukunft und Schicksal. Dabei sind es ironischerweise gerade Kinderhoroskope, die in der astrologischen Beratung auf den noch offenen und unentfalteten Potentialscharakter aller im Horoskop vorzufindenden Anlagen eingehen sollten. Gerade beim Kinderhoroskop sollte es also darum gehen, den gegebenen Schicksalsrahmen durch von Anfang an weitsichtige und verständnisvolle Erziehung optimal auszuschöpfen. Selbsterfüllende Prophezeiung und JahreshoroskopeUnter den vielen Fehlern, den der Astrologe in puncto Beratung machen kann, ist die selbsterfüllende Prophezeiung derjenige, der naturgemäß nur beim Jahreshoroskop vorkommt. Jahreshoroskope und jede astrologische Prophezeiung, die fälschlicherweise so tut, als ob erstens die Zukunft in Stein geritzt sei und zweitens, als ob Astrologie sichere, konkrete Vorhersagen machen könnte, ziehen oft die sogenannte selbsterfüllende Prophezeiung nach sich. Glaubt der Klient an die astrologischen Vorhersagen, dann wird er sich bewusst oder unbewusst so verhalten, dass die Prophezeiung eintrifft. Das ist eine selbsterfüllende Prophezeiung. Ein solcher Glaube ist vorhanden, sonst würde der Betreffende nicht zum Astrologen gehen, um sich astrologische Prognosen machen zu lassen. Das gilt prinzipiell auch für andere Horoskope als die Jahreshoroskope. Tragisch ist das natürlich vor allem, wenn das per Jahreshoroskope Prophezeite unangenehm ist und durch geeignete Entwicklungsschritte vermeidbar gewesen wäre. Vermutlich wäre es in den meisten Fällen von selbsterfüllender Prophezeiung durch entsprechende Veränderungen vermeidbar gewesen. Entsprechende Jahreshoroskope und Prognosen richten daher wirklich Schaden an. Viele, die in irgendeiner Weise Vorhersagen ausüben, werden auf diese Weise selbst zum Schicksal. Zum Teil aus Verantwortungslosigkeit, zum Teil aus fehlendem Wissen um psychologische Zusammenhänge, denn eine selbsterfüllende Prophezeiung ist ein psychologisches Phänomen. Das Schicksal ist kein unbarmherziger Richter, der das unverrückbare Urteil z.B. einer schweren Krankheit verhängt. Ob nun Krankheit oder Anderweitiges, wenn der Betreffende versteht, warum etwas droht und seinen persönlichen Bezug dazu verändert, gibt es keine Notwendigkeit mehr für ein tragisches Schicksal. Hier setzt der freie Wille ein. Diesen zu nutzen und wie das aussehen kann, wäre sinnvoller Bestandteil aller Jahreshoroskope und Vorhersagen für die Zukunft. Angesichts der nicht gegebenen Möglichkeit, astrologische Vorhersagen sicher und konkret zu prognostizieren und der gleichzeitigen Gefahr der selbsterfüllenden Prophezeiung bei ungünstiger Prognose empfiehlt sich ein psychologisches Jahreshoroskop. Ein solches Jahreshoroskop erläutert die kommende Zeitqualität und die damit verbundenen Lern- und Entwicklungsaufforderungen. Ein solches Jahreshoroskop geht weniger darauf ein, "was passiert", denn dies impliziert bereits wieder Schicksal und selbsterfüllende Prophezeiungen. Es zeigt vielmehr, was konstruktiv möglich ist und im Einklang mit Schicksal ist. So kann das "zum Wohl Geschickte" (= Schicksal) auch wirklich zum Wohl werden. Symbole – astrologische und TraumsymboleAstrologie ist die Arbeit mit Symbolen und darin ähnelt sie der Traumdeutung, die Traumsymbole deutet. Sowohl bei der Traumdeutung als auch der Astrologie geht es um Deutung und Bedeutung. Mit Deutung und Bedeutung ist gemeint, eine korrekte Gesamtdeutung zu erstellen, indem die Bedeutung aller einzelnen Bestandteile plus deren Zusammenhänge ermittelt wird. Einzelne Traumsymbole sind nicht alles bei der Traumdeutung, denn es muss normalerweise eine zusammenhängende Handlung interpretiert werden. Allein deren Bestandteile, die Traumsymbole, reichen nicht aus. Allerdings reicht es auch in der Astrologie nicht aus, nur die einzelnen Planeten, Aspekte und Häuser in ihrer Bedeutung zu ermitteln. In einem Horoskop hängt immer alles mit allem zusammen, z.B. über Aspekte, Halbsummen und Herrscherbeziehungen. Die Bedeutung der astrologischen Symbole und Traumsymbole zu verstehen erfordert das gleiche Talent. Astrologische Symbole und Traumsymbole sind auch in dieser Hinsicht ähnlich: Es ist in Astrologie und Traumdeutung die Fähigkeit, das Wesen und den Inhalt eines Symbols zu erfassen und dessen Aussehen hierbei als Hilfsmittel zu verwenden, ohne daran analytisch kleben zu bleiben. Traumsymbole können z.B. mit einer Technik gedeutet werden, die Vertiefung genannt wird. Das heißt einfach nur, sich meditativ vorzustellen, selbst das Symbol zu sein, sich in die Traumsymbole hineinzuversetzen. Das Erlebte kann dann hinterher wieder gedanklich reflektiert werden, um auf die Bedeutung zu kommen. Dieses Talent zur Deutung und Bedeutung ist also eine Verbindung von Intuition und analytischem Verständnis. -------------------------------------------------------------------------------------------- |
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