Horoskop-Lexikon


Lexikon Horoskop & Astrologie, Buchst. K wie Karma

Karmahoroskop und Karma, Krankheiten, Kosmobiologie



Karmahoroskop und karmische Beziehung im Horoskop


Psychosomatische Krankheiten, Krankheit im Horoskop







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Karmahoroskop, Karma im Horoskop

Das Karmahoroskop ist rein mengenmäßig zwar kein Hauptakteur in der Astrologie, doch ist Karma ein Thema, das vor allem bei den mehr esoterisch Interessierten durchaus Bedeutung hat. Auslöser für die Beschäftigung mit dem sogenannten Karmahoroskop kann z.B. eine offensichtlich karmische Beziehung bzw. Verbindung sein. Ein traumatisches Erlebnis mit dem Lebenspartner könnte z.B. den Verdacht als besonders karmische Beziehung aufkommen lassen. Was ist ein Karmahoroskop ? Befasst sich ein Horoskop mit Karma bzw. Reinkarnation und analysiert bestimmte Indikatoren wie z.B. den Mondknoten, so spricht man von einem Karmahoroskop.

Das Karmahoroskop ist aufgrund seiner besonderen Nähe zur Esoterik noch stärker in der Gefahr der Unseriosität als das bei der Astrologie generell schon der Fall ist. Astrologen scheinen sich bisweilen berufen zu fühlen, sich wie die Herren über Karma, Schicksal und Reinkarnation bzw. Wiedergeburt aufspielen zu müssen. Da werden dann z.B. Behauptungen über frühere Untaten aufgestellt, die das Karmahoroskop gar nicht zulässt.

Es werden des Weiteren bestimmte Verhaltensvorschläge mit viel Nachdruck gemacht und mit dem im Horoskop angeblich erkennbaren Karma begründet. Ein Verhalten jemandem aufzudrängen, ist aber auch ganz unabhängig vom Thema Karma niemals ratsam. Last not least ein Fehler in puncto Entwicklungsorientierung: Es werden bestimmte Ereignisse als vom Karma gewollt und schicksalhaft unvermeidlich hingestellt, anstatt auf den darin liegenden Entwicklungsgedanken einzugehen. Wer weiß, ob Astrologen mit derlei Beratung nicht eigenes Karma aufbauen...

Bisweilen bekommt der Klient z.B. zu hören, er müssen seinen Partner verlassen, denn es liege laut Karmahoroskop eine karmische Verbindung vor, die nichts Gutes hervorbringen würde. Vor seinem Karma kann niemand davonlaufen und diese Begründung, für die das Karmahoroskop herhalten muss, überzeugt m.E. nicht. Karma muss verwandelt werden, Problemflucht drückt ein falsches Verständnis von Karma und Karmahoroskop aus. Und genau genommen weist jede relevante Beziehung Anteile von Karma auf. Eine karmische Beziehung zu haben, ist nichts Besonderes.

Es kommt bei karmischen Beziehungen genau wie fast bei jeder Beratung psychologischen Hilfe auf das Ausmaß und die Umgangsmöglichkeiten damit an. Genau hier können Karmahoroskope sinnvoll ansetzen. Als reine Schicksalsverkünder sind Karmahoroskope jedenfalls ungeeignet und schlecht eingesetzt. Auf diese Weise kann sogar geschadet werden, z.B. im Wege einer selbsterfüllenden Prophezeiung.


Karmahoroskop und Wiedergeburt – schwerverdaulich

Alles in allem ist gerade beim Karmahoroskop Skepsis und Vorsicht gefragt, denn die darin verborgenen Themen aus Schuld, Schicksal, Reinkarnation bzw. Wiedergeburt provozieren ungefestigte Charaktere zu Beratungsfehlern. Karma und Wiedergeburt sind Themen, mit dem sich Anfänger der Astrologie vielleicht besser nicht als Erstes beschäftigen sollten, um damit andere zu beraten. Jemandem z.B. ein bestimmtes Verhalten im Umgang mit Partner oder Kinder nahe zu legen, ist eine Sache. Über Wiedergeburt und Karma erzeugende Untaten aus früheren Leben mit deren heutigen Konsequenzen zu spekulieren, ist aber eine ganz andere Sache mit bedeutend größerer Tragweite. Das Thema Karma ist kein Spielzeug und es ist völlig offen, wie der Klient so ein Karmahoroskop verdaut. Kann er sein Karma überhaupt annehmen und konstruktiv verwenden?

Andererseits – und auch das soll nicht verschwiegen werden – birgt das Karmahoroskop grundsätzlich durchaus große Beratungschancen und dafür gibt es zwei gute Gründe. Zunächst mal beschäftigen sich Karmahoroskope mit den besonders schwierigen Themen. Proportional zum Schwierigkeitsgrad und Unerlöstheit einer Sache besteht aber genauso viel Entwicklungspotential. Wo viel Schatten ist, ist eben auch viel potentielles Licht. Das gilt allgemein, nicht nur für Astrologie und Horoskop. Aus einer besonders fetten Raupe kann auch ein besonders großer und schöner Schmetterling werden.

Der zweite Grund hat mit dem vorhandenen Karma als solchem gar nichts zu tun, sondern mit dem Betreffenden selbst. Weiter oben wurde schon angedeutet, dass die Gefahren beim Karmahoroskop unter anderem mit den Umgangsmöglichkeiten des Betreffenden mit seinem Karma zu tun habe. Positiverweise scheint der Horoskopeigner eine innere Bereitschaft zu verfügen, die ein günstiges Indiz für konstruktiven Umgang mit Karma darstellt. Wie bei jedem Horoskop lebt der Erfolg einer dazugehörigen Beratung wesentlich von der Bereitschaft des Ratsuchenden. Und der ist offensichtlich bereit, seine harten und schwierigen Themen (= Karma) aktiv anzugehen, sonst wollte er kein Karmahoroskop. Damit ist von seiner Seite her schon mal eine gute Voraussetzung geschaffen, ein Karmahoroskop sinnvoll einsetzen zu können.


Krankheiten im Horoskop

Lassen sich Krankheiten in einem Horoskop identifizieren und kann die Astrologie dann bei der Heilung helfen? Ja, unterstützend kann die Astromedizin durchaus helfen bei der Behandlung von Krankheiten. Krankheiten lassen sich durch Astromedizin nicht wegzaubern, aber der mögliche Einfluss, den die Astromedizin auf eine Krankheit bzw. die Gesundheit (siehe Gesundheit – Krankheit) nehmen kann, ist nicht zu unterschätzen. Dafür gibt es eine Reihe guter Gründe, von denen Sie einige bei Astromedizin und Krankheit erfahren. Hierbei ist zu unterscheiden zwischen Astromedizin, die auf Psychosomatik basiert und einer anderen, die an den ursächlichen Konstellationen diverse Medikamente abzulesen versucht.

Die auf Psychosomatik basierende Astromedizin betrachtet eine Erkrankung als psychosomatisch durch die Psyche bedingt, d.h., es liegen IMMER psychosomatische Krankheiten vor. Sie sieht in einer ursächlichen Konstellation im Horoskop ein psychisch nicht bewältigtes Problem, das sich in Symptomen niederschlägt, also somatisiert. Das Ergebnis ist also eine psychosomatische Erkrankung. Und wie ist eine solche psychosomatische Erkrankung zu beheben? Ganz einfach: Die Behebung der Krankheiten und Wiederherstellung der Gesundheit muss ebenfalls an der Psyche ansetzen, schließlich ist sie der Verursacher.

Psychosomatische Krankheiten werden also über die Psyche geheilt: Es geht hierbei darum, Unbewusstes bewusst zu machen und durch geeignete Vorschläge die Psyche umzuprägen. Das funktioniert durchaus und setzt eine echte, weil ursächliche Heilung in Gang. Es erfordert aber das Engagement des Kranken, nicht nur an der Krankheit, sondern an sich und seiner geistig-seelischen Entwicklung zu arbeiten. Psychosomatische Krankheiten durch Astromedizin zu verbessern bedarf der Eigenverantwortung des Patienten.

Das mag ungewohnt klingen, aber eigentlich gilt das nicht nur für psychosomatische Krankheiten wie sie die Astromedizin betrachtet, sondern für jede echte Heilung. Wohlgemerkt für echte Heilung, Linderung und Symptombekämpfung funktionieren hingegen auch ohne psychosomatische Aspekte ganz gut. Vom Arzt verordnetes, reines Tablettenschlucken für ein Leiden, das zu eliminieren ausschließlich als Job der Herren in Weiß betrachtet wird, bringt nie Heilung. Egal, ob es um psychosomatische Krankheiten oder sonstige geht.

Die nicht auf Psychosomatik beruhende Astromedizin ermittelt z.B. homöopathische Medikamente anhand der Konstellationen und bewegt sich damit eigentlich bereits in der Ausübung von Heilkunde, die nur zugelassenen Therapeuten erlaubt ist. Anders als die geschilderte Betrachtung als psychosomatische Krankheiten führt sie eine Diagnose durch und empfiehlt daran geknüpft bestimmte Medikamente. Also z.B. so: Saturn/Venus-Quadrat = Nierenunterfunktion, nehmen Sie deswegen den Kräuterextrakt XY. Das genauere würde den Rahmen hier sprengen, aber damit übt man Ausübung von Heilkunde aus, sprich, es geht um die Heilung von Krankheiten mittels einem Horoskop. Echte Krankheiten gehören in die Hände von dafür vorgesehenen Ärzten, Heilpraktikern und Psychotherapeuten. Eine solche therapeutische Tätigkeit schließt auch die Diagnose von Krankheiten ein.


Kosmobiologie

Reinhold Ebertin, geboren 1901, begründete 1928 das Magazin "Kosmobiologie" und die gleichnamige Astrologie-Schule (Aalener Schule). Ursprünglich war die Kosmobiologie eine Wissenschaft, die sich mit kosmischen Einflüssen auf biologische Vorgänge auf der Erde befasste. Vielleicht entstand aus dieser Tradition heraus auch das Interesse der Kosmobiologie für Astromedizin und Fragen der Gesundheit bzw. Krankheiten. Typisches Element für die Kosmobiologie ist des Weiteren die Verwendung von Halbsummen und die Bezeichnung des Horoskop als Kosmogramm.


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